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Geocaching - die wichtigsten Hinweise und Tipps zum Start

Geocaching


Von Versteckern, Suchern und Findern

Geocaching stellt eine spezielle, aber nicht minder spannende Art der Schatzsuche dar, da hierbei absichtlich ‚Schätze‘ platziert wurden um von anderen gefunden zu werden. Eine Community von Millionen von Nutzern hat in den letzten Jahrzehnten auf der ganzen Welt kleine Schatzkistchen platziert die nur darauf warten gefunden zu werden. Und jeden Tag werden kommen neue dazu! Auch selber darf man jederzeit Geocaches verstecken, die von anderen gefunden werden können, wenn man denn möchte. Durch eine entsprechende App wird jeder dieser Schätze über die Daten von Google Maps gelegt und kann per Smartphone oder GPS-Gerät genau getrackt werden. Geht einfach auf www.geocaching.com (deutschsprachig), ladet die App herunter und registriert euch kostenlos. Innerhalb von 5 Minuten könnt ihr dann schon loslegen, denn ihr braucht außer eurem Smartphone erst einmal nichts! Es schadet jedoch nicht einen Stift und ein kleines Tauschobjekt, z.B. eine Figur aus einem Ü-Ei, zur Not auch nur ein paar Cents zu seinem ersten Cache mitzunehmen. Wer Spaß an der Geschichte findet kann sich übrigens die Premium-Variante für rund 30 € im Jahr freischalten lassen, mit der dann alle Caches freigeschalten werden. Es gibt dabei bereits in der kostenfreien Version eine riesige Auflistung traditioneller Caches, deren genaue Position in den Karten eingetragen wurden und die man dann vor Ort nur noch in einem sehr kleinen Radius von ein paar Metern auffinden muss. Daneben gibt es aber gerade auch für versierte Sucher Rätselcaches, bei denen ihr vorab eine Aufgabe zuhause lösen müsst um die Koordinaten des Fundobjektes zu erhalten. Diese könnt ihr dann einfach in eure Geocache-App eintragen und seht wo der Cache liegt. Daneben gibt es aber noch ein Dutzend anderer Spielarten wie beispielsweise Rätsel die ihr vor Ort bewältigen müsst, Multi-Caches die einer Schnitzeljagd ähneln oder auch Nachtcaches bei denen ihr euch mit Taschen- und UV-Lampe bewaffnet auf die Suche begebt. Unabhängig von der Cache-Art ist jeder Schatz online in Größe, Schwierigkeitsgrad des Verstecks und Anspruchsgrad der Umgebung (jeweils auf einer Skala von 1 (leicht) bis 5 (schwer) unterteilt. Die Größenangaben reichen von 'Micro' (zumeist Filmdosen oder kleine Röhrchen, manchmal aber auch nur ein Logbuch zum Eintragen) bis hin zu 'Groß', jedoch sind große Kisten eher selten da sie natürlich recht schwer zu verstecken sind. Tendenziell gibt es zumeist ab der Größe 'Klein' (z.B. Tupperdose) auch Tauschobjekte bzw. kleine Schätze in den Caches. Es gibt außerdem zu jedem versteckten Objekt noch eine kurze Beschreibung damit ihr genau wisst wo ihr suchen müsst. Und in den meisten Fällen gibt es sogar noch einen hilfreichen Suchtipp, falls man gar nicht weiterkommt (z.B. 'unter altem Baum' o.ä.). Um die Umwelt zu schonen sind die Verstecke übrigens nie vergraben, es kann aber natürlich schon einmal sein dass ihr einen Stein umdrehen oder ein paar Äste wegräumen müsst. Somit kann wirklich die ganze Familie, von jung bis alt an der Schatzsuche teilhaben.

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Der Weg als Ziel, der Fund als Bonus

Die Suche an sich steht hierbei generell im Mittelpunkt, nicht unbedingt der Schatzwert als solches. Wertvolle Funde sind bei platzierten Geocaches natürlich selten, das Auffinden des Schatzes an sich und das Eintragen in das Logbuch vor Ort und online in der App sind wertvoller als etwas Materielles nach Hause mitnehmen zu können. Oftmals ist in dem kleinen Schatzbehältnis jedoch trotzdem noch ein kleines materielles Fundstück hinterlegt, das der Finder mitnehmen darf. Zumeist handelt es sich um Kleinigkeiten wie Spielfiguren, Teelichtern, Muscheln, Münzen, Schlüsselanhänger oder aber kleine regionale Goodies. Es ist natürlich Ehrensache seinerseits auch wieder einen kleinen 'Schatz' im Behältnis für den nächsten Schatzsucher zu deponieren. Dabei gilt die Regel dass der 'SWAG' (Stuff we all get), also das kleine Tauschobjekt, mindestens die gleiche Wertigkeit besitzen sollte wie das Objekt das man entnommen hat. So macht nicht nur die Geocaching-Schatzsuche in der unmittelbaren Umgebung großen Spaß, gerade auch im Urlaub freut man sich was die ansässigen Geochacher dort so alles in die 'Schatztruhen' packen - besser als ein Souvenir im Touri-Shop! :) Da es sich um eine eingeschworene Community handelt die mit großem Enthusiasmus unterwegs ist ist die Qualität der allermeisten Fundobjekte (bitte nicht mit materiellem Wert verwechseln, sondern wie der Cache insgesamt gepflegt wird) sehr gut. Wer das Hobby länger betreibt erhält eine richtige Sammlung an schönen kleinen Fundstücken aus aller Welt und ein regelrechtes Netzwerk an gefundenen Caches, das man sich in einer entsprechenden App schön anzeigen lassen kann.

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Perfekter Anreiz

Geocaching ist damit generell eine hervorragende Möglichkeit um an seltene Orte zu kommen und sich mitten in der Natur auch abseits der üblichen Wege zu bewegen. Oder auch wenn man neu in der Gegend und gerade erst hergezogen ist: ganz von alleine erkundet man so die Umgebung, wo auch immer man sich gerade aufhält. Mindestens ein Reise- oder Ausflugsführer entfällt, da einen das Geocaching die interessantesten Orte aufzeigt und nicht nur der Schatz, sondern auch der Weg dorthin zum Ziel wird. Nicht nur Erwachsenen, auch Kindern und Jugendlichen kann man damit einen tollen Anreiz bieten sich in der Natur aufzuhalten, durch das GPS-Tracking sogar noch mit dem Zusatz Smartphone bzw. evtl. später Navigationsgerät (da etwas genauer). Auf einmal wird jeder Waldspaziergang zum kleinen Abenteuer. Und wer selber anfängt Geocaches zu platzieren erfreut sich auch noch in unregelmäßigen Abständen über Nachrichten glücklicher Finder, die sich nicht nur handschriftlich im Logbuch eintragen, sondern auch in ihrer App den Fund markieren und online ein paar Zeilen des Dankes dalassen.

Wer sich länger mit der Thematik beschäftigt und Freude daran gefunden hat die kleinen ‚Schätze‘ zu finden wird sich nach und nach in der Schwierigkeit steigern wollen. Und so kann es sein dass man später neben einer Wanderausrüstung auch einen Taucheranzug, ein Navigationsgerät, Kletterausrüstung oder ein Nachtsichtgerät und Taschenlampen sein Eigen nennt… der Variantenreichtum pfiffiger oder auch extrem schwer zugänglicher Verstecke ist enorm!

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