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Metalldetektion - die wichtigsten Hinweise und Tipps zum Start

Metalldetektion


Verloren um gefunden zu werden

Die Suche mit einem Metalldetektor stellt zweifellos die aussichtsreichste Variante dar um kleine oder größere Schätze zu bergen. Schon seit Jahrtausenden fertigen Völker einen Großteile ihrer Wertgegenstände aus Metall: Silbermünzen, Goldtaler, Ketten, Ringe, Geschmeide, Silberbesteck und vieles mehr wurden und werden aus Metall gefertigt und überstehen somit meist ohne größere Probleme sehr große Zeiträume. Im Laufe der Zeit finden eine schier unermessliche Menge dieser Objekte ihren ‚Schlummerplatz‘ in der Erde, in Bächen, im Kies, im Sand am Strand oder in sonstigen Böden. Entweder weil sie verloren gingen oder dort absichtlich zum Schutz platziert wurden. Menschen aller Generationen haben ihre Schätze vergraben, selbst heute noch. Das Wissen um den Schatz ging dann oftmals verloren und so warten Abertausende solcher Schätze noch auf ihren Finder. Natürlich gehört aber eine große Portion Glück dazu solch einen Schatz zu heben und leider darf auch nicht alles geborgen werden, da haben Land und Staat zumeist etwas dagegen. Es ist also zwingend angeraten sich vorab bei den zuständigen Behörden zu informieren was erlaubt ist und was nicht. Die Suche mit dem Metalldetektor, das ‚Sondeln‘, macht aber auch abseits der großen Schatzfunde besonders viel Spaß - ein selbst gefundenes 1-Euro-Stück oder ein altes Hufeisen bekommen auf einmal ihre ganz eigene Bedeutung. Und das Tolle daran – die Schatzsuche kann theoretisch direkt vor der eigenen Haustüre beginnen! Wer das erste Mal einen Metalldetektor benutzt wird kaum glauben wie viele Metallgegenstände im Boden liegen. Detektiert doch einmal den eigenen Garten, oder den Garten der Eltern bzw. der Großeltern, sofern es die Gesetzeslage des jeweiligen Bundelandes zulässt (Ja, nicht mal alles was auf eurem eigenen Grundstück liegt gehört hierzulande auch euch...). Neben Nägeln, Schrauben, Kronkorken und ähnlichem werdet ihr sicherlich die ein oder andere Münze und vielleicht sogar den längst verloren geglaubten Ohrring wiederfinden…

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Tolle Technik

Das Tollste an den meisten Metalldetektoren: sie zeigen je nach Qualität des Modells bereits vor dem Ausgraben an was sich im Boden befindet! So gibt der Detektor bereits eine Wahrscheinlichkeits-Vorhersage mit welchem Gegenstand man es zu tun hat. Natürlich sind diese Aussagen nicht immer zu 100% genau, der Autor kann aber bestätigen dass z.B. die Aussagen eines XP Deus-Metalldetektors recht zuverlässig zutreffen. Selbstverständlich gibt es aber nicht nur diesen Detektor, sondern mittlerweile eine riesige Auswahl für unterschiedliche Einsatzgebiete und Zwecke! Und weil man somit mit einem Detektor gewisse Metalle und Metalllegierungen aussortieren kann, kann man sich z.B. Schrott ausblenden lassen, so dass der Detektor beispielsweise nur auf Münzen anspringt… er wird damit zu einer wahren Geldmaschine. Wer mit solchen Einstellungen öfters sucht kann sich im Laufe der Zeit ein hübsches Sümmchen ansparen.

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Vorab informieren

Zwei wichtige Hinweise bevor man jetzt voller Vorfreude losziehen: bitte vorab informieren wo und welche Suche mit einem Metalldetektor erlaubt ist, was behalten werden darf (welches Anrecht hat das Bundesland, was muss im Fundbüro abgegeben werden und nach was darf gar nicht erst gesucht werden) und daran denken dass es in seltenen Fällen auch immer einmal sein kann, dass man Gegenstände birgt die gefährlich sein können (scharfe Gegenstände, Waffen, etc). Also bitte immer mit Vorsicht graben, mit stichfesten Handschuhen und im Fall der Fälle lieber die Polizei rufen. 

Wenn dies alles geklärt und die Suche rechtens ist, wo soll man denn nun anfangen zu suchen? Oftmals befinden sich gerade dort die schönsten Funde wo man es nicht vermutet… die Wahrscheinlichkeit auf Münz- und Schmuckfunde erhöht sich aber natürlich an gewissen Orten, so z.B. am Strand eines Baggersees, am Meeresstrand, im Sand und Rindenmulch auf Spielplätzen und im Boden auf Markt- und Festivalgeländen. Auf einmal wird aber auch schon jede Sitzbank interessant, oftmals befinden sich dahinter Münzen die beim Hinsetzen aus der Tasche rutschen.

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Weitere Fundstellen

Oder habt ihr schon einmal darüber nachgedacht wie viele Menschen unter einem alten Baum im Laufe der Zeit Rast gemacht haben? Bei Bäumen gilt aber so wie überall – keine Wurzeln beschädigen, nur kleinstmögliche Löcher graben und diese nach Fundbergung wieder schließen. Wer mit einem speziellen Grabungsmesser arbeitet kann mit etwas Übung und mit der Genauigkeit die ein Pinpointer glücklicherweise beim Orten bietet seine Fußspuren auf ein Minimum reduzieren. Kurz den Boden anstechen, sanft anheben ohne dass die Oberfläche an der Knickstelle bricht oder abreißt und anschließend wieder absenken. Ist man geübt darin ist nach dem Eingriff nichts an Schäden zu sehen. Tolle Funde können auch an ‚lost places‘ gefunden werden… informiert euch wie es in der Gegend vor vielen Jahren einmal aussah… wo sind alte Versammlungsplätze, ehemalige Wege oder eine Schwimmstelle die schon lange nicht mehr benutzt wurde? Gerade an Schwimmstellen lassen sich mitunter beachtliche Mengen finden. Oder fragt doch einmal im örtlichen Freibad an ob ihr detektieren dürft. Letztlich ist das theoretisch absuchbare Areal fast unendlich. Kleiner Tipp: Wer sehr günstig und unauffällig fahren möchte kann auch rein auf einen Pinpointer setzen. Dabei handelt es sich um einen sehr kleinen Metalldetektor mit eher geringer Reichweite, der zwar nicht zwischen Schrott und wertvollen Legierungen unterscheiden, dafür aber Metall sehr zielgenau orten kann. Zumeist verwendet man einen Pinpointer im Zusammenspiel mit einem großen Detektor: Hat der große Detektor einen Fund geortet kann einem der Pinpointer zentimetergenau die Fundstelle anzeigen. Natürlich kann man den Pinpointer aber auch pur verwenden, allerdings ist der Suchradius dann sehr begrenzt. Mehr dazu im Kapitel ‚Pinpointing‘.

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Naturgoldsuche

Noch ein paar Worte zur Naturgoldsuche mit einem Metalldetektor. Im Gegensatz zu Australien, Kanada oder den USA ist dieses Unterfangen in Europa nur begrenzt möglich - ja, es gibt auch hier kleinere Nuggets zu finden die ein anständiger Detektor auch problemlos aufspüren würde wenn sie direkt unter seiner Spule liegen. Leider sind diese größten Goldstückchen in Europa aber eher selten und liegen zumeist tief in Bedrock-Spalten, so dass die wenigsten Detektoren jemals in die Nähe eines europäischen Nuggets kommen werden. Hier sind andere Techniken des Goldwaschens erfolgsversprechender. Wenn man allerdings in einer goldreichen Region unterwegs ist und auf Bedrock, also dem blanken Fels stößt auf dem der Fluss läuft (oder auch lief, neben dem heutigen Flussverlauf suchen!), so kann man sein Glück versuchen und so wurden auch schon in Europa tolle Funde gemacht. Allerdings sollte man dann auf einen guten Metalldetektor mit hoher Kleinteileempfindlichkeit setzen, der in der Lage ist auch noch Picker, also die kleinere Vorstufe von Nuggets, aufzuspüren. Aus eigener Erfahrung heraus empfehlen kann ich dafür das Minelab Goldmonster 1000, die Kleinteileempfindlichkeit sucht ihresgleichen (zum Testbericht).

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