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Testbericht zum Metalldetektor Minelab Goldmonster 1000


Das Goldmonster 1000 mit kleiner Spule im Einsatz am Bach

- Das Goldmonster 1000 mit kleiner Spule im Einsatz am Bach -

Benchmark

Um es gleich vorweg zu nehmen, das Goldmonster 1000 von Minelab ist meiner Meinung nach der beste Golddetektor auf dem Markt. Nicht rundherum perfekt, aber mit einer einzigartigen Performance versehen, die selbst viel teurere Konkurrenzprodukte in Schach hält. Grund genug euch das Gerät in einem Testbericht näher zu bringen. Anstatt eines üblichen Artikels habe ich hierfür alle Pros und Contras ohne Umschweife übersichtlich und ausführlich erläuternd zusammengefasst.

Die Vorteile

Kompakt transportierbar

Das Goldmonster lässt sich komplett auseinandernehmen und anschließend sehr kompakt verstauen. Da der Zusammenbau innerhalb von 5 Minuten erledigt ist, könnt ihr den Detektor also in einem kleinen Rucksack mit an den Bach nehmen und erst dort montieren. Der Platzbedarf auf Reisen ist somit ebenfalls sehr gering.

Das GM1000 lässt sich sehr kompakt verstauen

- Das GM1000 lässt sich sehr kompakt verstauen -

Überragende Kleinteileempfindlichkeit

Die Empfindlichkeit, mit der das GM1000 nicht zuletzt durch das Zusammenspiel zwischen seinem Hauptprozessor und der 45kHz-Spule auf kleinste Goldteilchen reagiert ist schlichtweg überragend. Wer Bedrock o.ä. fundträchtige Objekte mit einem Detektor nach Gold absuchen möchte, dem liefert das Goldmonster die größtmögliche Performance. 

In Anbetracht der Leistung sehr günstig

Kein anderer Detektor unter 1.000,- bietet auch nur ansatzweise eine vergleichbare Leistung hinsichtlich des Auffindens von kleinsten Goldstückchen bis hinunter zu mittelgroßen Flittern. Erst Detektoren in der Preisregion zwischen 3-5.000,- erreichen z.T. das Niveau des GM1000, aber selbst in dieser Klasse längst nicht alle. 

Vollautomatisch, sehr einsteigerfreundlich

Einschalten und loslegen - durch den vollautomatischen Bedienmodus des GM1000 können den Detektor auch Anfänger nach kürzester Vertrautmachung mit dem sehr übersichtlich gehaltenen Detektionsmenü problemlos benutzen. Die Auswahlmöglichkeiten beschränken sich auf die Einstellung der Suchempfindlichkeit (inkl. zweier Automatikoptionen), des Suchmodus (ob mit Eisentönen oder ohne) und der Einstellung der Lautstärke (Tonausgabe wahlweise direkt am Gerät oder über Kopfhörer). 

Traumhaft zum Detektieren: Bedrock mit großen Quarzeinschlüssen

- Traumhaft zum Detektieren: Bedrock mit großen Quarzeinschlüssen -

Umfangreiches Komplettset inkl. zweier Spulen

Das Goldmonster 1000 wird in Komplettausstattung ausgeliefert. Dazu zählen u.a. zwei Spulen, Kopfhörer, Schaufel und ein Zweitakku, den man sogar mit normalen Batterien betreiben kann (Batterien nicht enthalten). Die kleine Spule sollte dabei die erste Wahl sein, da mit ihr die maximale Performance möglich ist. Außerdem kann sie aufgrund der sehr kompakten Abmessungen auch an engeren Stellen genutzt werden. Jedoch ist auch die Leistung der größeren Spule kaum weniger beeindruckend und sie bietet den Vorteil etwas ruhiger zu laufen und eine größere Suchfläche abzudecken.

Länge einstellbar

Durch die Konstruktion mit drei Einzelstangen ist es problemlos möglich das GM1000 auch nur mit zwei Elementen zu betreiben. Gerade bei beengten Platzverhältnissen oder kleineren Personen kann dies ein großer Vorteil sein. Wer es besonders unauffällig mag kann den Detektor sogar nur mit der Bedieneinheit in der einen und Stange mit Spule in der anderen Hand betreiben. Dadurch wird übrigens auch das Packmaß noch kleiner und der Detektor kann nahezu überall hin mitgenommen werden.

Spule und Gestänge unterwassertauglich

Für die Suche am Bach ist die Unterwassertauglichkeit des Goldmonsters im wahrsten Sinne 'Gold' wert. Man kann problemlos unter oder über Wasser suchen, denn durch den Verzicht auf eine Funksignalverbindung zwischen Spule und Bedieneinheit werden auch beim Einsatz unter Wasser alle Signale klar und schnell weitergeleitet. Vorsicht ist allerdings mit der Bedieneinheit geboten, denn diese ist 'nur' spritzwassergeschützt. Da man allerdings mit Spule und Gestänge auch so rund 1m unter Wasser detektieren kann, sollte dies verschmerzbar sein.

Selbst kleinste Körnchen (hier stark vergrößert) können aufgespürt werden

- Selbst kleinste Körnchen (hier stark vergrößert) können aufgespürt werden -

Signallautstärke auch ohne Kopfhörer regulierbar

Das scheint nur ein kleiner Punkt zu sein, ich finde ihn aber umso wichtiger. Nicht jeder Detektor lässt sich ohne Kopfhörereinsatz in der Lautstärke regulieren, das Goldmonster hingegen schon. Wer Kopfhörer als störend empfindet kann also auch ohne sie mit leiser Signalgebung detektieren oder aber ein lautes Signal wählen, falls das Rauschen des Baches sehr prägnant sein sollte.


Die Nachteile:

Gewicht

Das GM1000 ist weit davon entfernt schwer zu sein. Trotzdem ist es kein Ultraleichtgewicht wie z.B. ein XP ORX und liegt eher im Mittelfeld vergleichbarer Metalldetektoren. Es ist trotzdem problemlos möglich auch längere Zeit damit zu schwenken ohne sich groß anstrengen zu müssen.

Keine Leitwertanzeige

Der Detektor unterscheidet in seiner Fundeinschätzung nur zwischen Gold/Edelmetall und Eisen. Damit ist sein Einsatzgebiet auch klar abgesteckt. Trotzdem wäre es auch bei der Goldsuche hilfreicher eine genaue Leitwertanzeige mit einer 100er Skala vor sich zu haben. So könnte man die Leitwerte eines vom Standort abstammenden Goldstückes einmal einlesen und wüsste recht genau ob man bei der nächsten Suchanzeige ein weiteres Stück unter der Spule hat oder eben auch nicht. Durch die Anzeige nur mit Gold/Nichtgold werden beispielsweise auch Aluminium, Blei und Co. gerne als 'Gold' detektiert.

Wenig Einstell- oder Diskriminierungsmöglichkeiten

Generell kann man am Goldmonster recht wenig einstellen. Das macht ihn sehr einsteigerfreundlich, reduziert aber die Optionen für versierte Sondler. Schön wäre beispielsweise ein 'Notchmodus', der bestimmte Leitwerte ausblendet.

Einfaches Display, wenig Einstellmöglichkeiten

- Einfaches Display, wenig Einstellmöglichkeiten -

Kernkompetenz Goldsuche, eher kein Universaldetektor

Ja, man kann das GM1000 auch außerhalb der Goldsuche benutzen. Ich habe mit ihm beispielsweise auch am Strand in Dänemark nach Münzen, Schmuck, etc. gesucht. Das funktioniert prima solange man sich vom Salzwasser fernhält, denn darauf reagiert er mit beständigen Fehltönen. Wer ihn also hauptsächlich als Golddetektor nutzen möchte, der kann ihn auch problemlos einmal artfremd zum Sondeln einsetzen. Aufgrund der beschränkten Einstellmöglichkeiten und der fehlenden Leitwertanzeige ist er als Universaldetektor jedoch nicht die erste Wahl. Hier empfiehlt es sich im gleichen Preisrahmen eher einen Blick auf die ebenfalls sehr guten Detektoren XP ORX und Minelab Equinoxx 800 zu werfen. Diese Universaldetektoren bieten sehr gute Allroundeigenschaften, sind dem GM1000 allerdings in der reinen Suche nach kleinsten Goldstückchen unterlegen.

Das GM1000 kann auch einmal abseits der Goldsuche eingesetzt werden

- Das GM1000 kann auch einmal abseits der Goldsuche eingesetzt werden-

Unruhig bei hoher Bodenmineralisierung und wechselhaften Böden

Vor allem in den maximal sensitiven Einstellungen läuft der Detektor gerade auf mineralisiertem Untergrund teils recht unruhig und verwirrt insbesondere Anfänger mit einem Feuerwerk an Signalen. Hier hilft es zumeist nur manuelle Bodenabgleiche durchzuführen und die Sensitivität herabzusetzen. In vielen Einsatzgebieten kann es auch zwingend sein den Diskriminator zu benutzen und so Eisensignale auszublenden.

Kein Teleskopgestänge

Auch wenn das Gestänge dreiteilig demontierbar ist und auch die Möglichkeit bietet nur mit zwei Elementen zu laufen, so bietet es nicht den Komfort eines in Sekundenschnelle einstellbaren Teleskopgestänges (wie beispielsweise beim XP ORX)

Bodenabgleich läuft nonstop

Auf den ersten Blick scheint das eine Stärke zu sein und es hat auch durchaus seine Berechtigung beim Detektieren. Allerdings erkauft man sich dadurch den Nachteil dass sich der Detektor manchmal erst wieder neu kalibrieren muss wenn er bei der Fundbergung abgelegt wird oder wenn er auf einen kurzen Bodenabschnitt trifft, der sich vom restlichen Untergrund unterscheidet. So kann es schnell zu vermehrter Fehlsignalmeldung kommen.

Zusätzliches Groundbalancing nötig

Auch wenn der Bodenabgleich, das 'Groundbalancing', beständig durchgeführt wird, so läuft dieses nicht immer sehr überzeugend ab. Man kommt nicht herum den Detektor gerade auf mineralisierten Böden zusätzlich manuell abzugleichen. Das bewerkstelligt ihr recht fix indem ihr ihn ohne das Drücken einer Taste in einem gewissen Umkreis rund um euch herum auf und ab bewegt. Vollführt mit dem GM1000 also kurze Auf-und Abbewegungen der Spule von knapp über den Boden bis in ca. 20cm Höhe in einem Umkreis von ca. 1m Durchmesser. Ihr werdet sehen wie nach wenigen Sekunden aus einem unruhigen ein leiser Detektor wird. Hat er die Bodenverhältnisse richtig eingelesen könnt ihr dann auf die Suche gehen.

Bedieneinheit nicht unterwassertauglich

Dass die Spule und das Gestänge wasserdicht sind, ist ein echter Vorteil des Goldmonsters, gerade bei der Goldsuche am Bach. Zur Glückseligkeit würde jetzt nur noch eine ebenfalls wasserdichte Computereinheit gehören. Das vermisst man am ehesten wenn man im seichten Bach detektiert, da man dann selbst bei geringer Wassertiefe den Detektor zur Fundbergung nicht ins Wasser legen kann, sondern ans Ufer muss. Immerhin ist die Bedieneinheit spritzwassergeschützt, womit also auch im Regen nach Lust und Laune detektiert werden kann.


Fazit

Wer die maximale Performance bei der Goldsuche haben möchte, der kommt am Goldmonster 1000 nicht vorbei. Minelab ist es gelungen einen überragend sensitiven Detektor auf den Markt zu bringen, der trotz Vollausstattung und zweier Spulen unter der Schwelle von 1.000,- bleibt. Unabhängig von der vollautomatischen Bedienung braucht man jedoch auch bei diesem Detektor eine gewisse Eingewöhnungszeit. Er ist kein versierter Universal-Metalldetektor, sondern gezielt auf die Goldsuche abgestimmt. Wer hingegen einen sehr guten Allrounder in der gleichen Preisklasse sucht, der sollte sich eher den XP ORX  mit HF-Spule oder den Minelab Equinoxx 800 anschauen. Beide Exemplare zählen zu den besten Detektoren weltweit. Auch mit diesen Modellen lassen sich noch sehr kleine Goldstücke finden, kleinste Goldkörnchen bis hinab zum Flitter gelingen jedoch nur dem Goldmonster 1000.


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